Die Westerwälder Tone entstanden aus der Verwitterung des rund 400 Millionen Jahre alten Rheinischen Schiefergebirges. Die eigentliche Ablagerung der Tone erfolgte jedoch deutlich später, überwiegend im Tertiär vor etwa 15 bis 30 Millionen Jahren. In dieser Zeit wurden die verwitterten Gesteinsbestandteile durch Wasser transportiert und in Senken des damaligen Landschaftsraums abgelagert.
Viele Westerwälder Tone stammen aus Sekundärlagerstätten. Nach ihrer Verwitterung wurden sie umgelagert, weshalb sie besonders homogen sind und keramisch hochwertige Eigenschaften besitzen. Tone, die noch am ursprünglichen Ort der Verwitterung vorkommen und Spuren der alten Verwitterungskruste des Rheinischen Schiefergebirges zeigen, bezeichnet man hingegen als Primärlagerstätten.
Eine solche primäre Lagerstätte ist unser Tontagebau Mehl in Nentershausen. Die dort gewonnenen weichen Schiefertone gehören zu den selteneren Tonvorkommen und überzeugen durch besondere Eigenschaften, die sie für zahlreiche keramische Anwendungen interessant machen.